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Das Pomarium frisiae


Über die sagenumwobene Seidenstraße verbreitete sich der Apfel in der Antike von seiner ursprünglichen Heimat in Zentralasien bis nach Griechenland und in das Römische Reich. Die Römer brachten den Apfel dann nach Germanien. Das "Pomarium frisiae", also der friesische Obstgarten, erinnert mit seinem lateinischen Namen an diese Herkunft.
Von den Ursprungsformen des Kulturapfels, alten und regionalen Selektionen bis hin zu den neuen Züchtungen findet sich im Ökowerk ein breites Spektrum an Sorten, und alle sind unterschiedlich in Farbe und Form, Geruch und Geschmack. Diese Vielfalt können Besucher erleben und genießen.

Für die Spezialisten gibt es eine Anpflanzung von rund 600 verschiedenen Apfelsorten. Die sorgsam betreute Sammlung dient dem Erhalt des genetischen Materials und dem Studium der Eigenschaften der einzelnen Bäume und Früchte. Dies ist die Basis für zukünftige Kultivierung in Gärten und Streuobstwiesen mit sortenechten, widerstandsfähigen und leckeren Früchten. Damit sich auch in Zukunft Apfelliebhaber, Feinschmecker und Experten für den Erhalt solcher Schätze einsetzen, gibt es pädagogische Angebote für Kindergärten und Schulklassen, bei denen das hautnahe Erleben der Verschiedenheit im Vordergrund steht.

Aber nicht nur Äpfel stehen auf dem Programm. Neben ca. 220 Birnen- und Pflaumensorten findet man zahlreiches Wild- und Strauchobst sowie etliche weitgehend unbekannte Exoten. Denn wer hat schon einmal eine Indianerbanane gesehen oder gar probiert? Insgesamt beherbergt das "Pomarium frisiae" ca. 1000 verschiedene Obstsorten. Sie vermitteln einen Eindruck von der Reichhaltigkeit, die uns umgibt, und sie möchten anregen, diese Arten- und Sortenvielfalt zu erhalten. Dabei kann jeder selbst aktiv werden.

Wer mehr über das Kulturgut Apfel erfahren möchte, über die verschiedenen Sorten und deren Ursprung, Hintergründe und Eigenschaften, kann im Rahmen einer Führung im Ökowerk sein Wissen erweitern. Beachten Sie bitte, dass Führungen nur nach Voranmeldung und ab einer Teilnehmerzahl von mindestens zehn Personen möglich sind.

Bitte beachten Sie, dass die Stiftung Ökowerk Emden keine kommerzielle Baumschule besitzt. Unser Ziel im Rahmen des Bereichs Obstbau in unserer Einrichtung ist die Erhaltung der Artenvielfalt, insbesondere für heimische und angepasste Obstsorten. Dazu hat unsere Stiftung in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen.
Im Falle einer Abgabe von Pflanzen behalten wir uns vor, eine Überprüfung dahingehend vorzunehmen, dass die Pflanzung ordnungsgemäß durchgeführt und die Pflanzen nicht weiterverkauft werden. Für angepasste Obstbäume erheben wir eine Unkostenpauschale. Den entsprechenden Betrag erfragen Sie bitte vor Ort.





 
 
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